Ich "spiele" Schach im wahrsten Sinne des Wortes, während die anderen, die wirklichen Schachspieler, Schach "ernsten", um ein verwegenes neues Wort in die deutsche Sprache einzuführen.

(Stefan Zweig, Schachnovelle)

Online-Schach für Amateurspieler

Der Weltschachbund FIDE verzeichnet im Februar 2018 609.111 aktive Spieler auf seiner internationalen Rangliste, darunter 1.285 Großmeister und 2.451 Internationale Meister.

 

Die Online-Plattform chess.com wirbt mit 15 Millionen(!) registrierten Schachspielern (darunter sicherlich zahlreiche inaktive oder Mehrfachregistrierungen).

 

Auf Lichess spielten von Juni bis September 2017 insgesamt 361.702 Spieler über 37 Millionen Online-Partien. Zwischen 10.000 und 25.000 Schachspieler sind hier zu jeder Tages- und Nachtzeit aktiv.

 

Weitere Schach-Server wie Schach.de, FIDE Online Arena oder der Internet Chess Club kommen hinzu.

 

Schach ist – obwohl von den klassischen Medien wenig beachtet – keine Randsportart (ja, in Deutschland ist Schach offiziell anerkannte Sportart, ich kann’s nicht ändern) und hat massiv von der Digitalisierung profitiert. Neben der Übertragung von internationalen Turnieren im Internet, dem Siegeszug von Schach-Datenbanken und Trainings-Programmen und den Möglichkeiten angepasster Bedenkzeitregelungen durch elektronische Schachuhren ist es vor allem das Online-Schach, dass das königliche Spiel für Millionen von Amateur- und Hobbyspielern revolutioniert hat (der Weltschachbund FIDE hat darauf reagiert und auf seiner eigenen Online-Plattform FOA ein eigenes Titel-System für Amateurspieler eingerichtet).

 

Klassisches „analoges“ Schach im Verein und Turnierbetrieb over the board ist zeit- und ressourcenintensiv und steht somit nicht im Verdacht, besonders berufs- und familienfreundlich zu sein. Es setzt dem Amateurspieler, der in aller Regel noch ein Leben neben dem Schachbrett zu bewältigen hat, Grenzen. Mögen Arbeitskollegen und Familienmitglieder hier auch widersprechen und die Schachbegeisterung der Anhänger Caissas nicht wirklich nachvollziehen können, so werden sie durch das Online-Spiel doch weit weniger belastet als durch den Zeitaufwand, den das analoge Schachspiel offline mit sich bringt.

 

Online-Schach wird auch für die o. g. Meisterspieler immer attraktiver. Und so braucht es kein allzu großes Wunder, um als Amateur- oder Hobbyspieler in einem Online-Turnier auf einmal einem waschechten Internationen Meister oder gar Großmeister gegenüber zu sitzen – was im offline Turnierbetrieb nahezu ausgeschlossen ist (und ungefähr damit zu vergleichen ist, wie wenn ein Hobby-Kicker eine Viertelstunde lang mit einem Bundesligaprofi eine Trainingseinheit verbringen könnte).

 

Das Spiel selbst ist dasselbe, offline wie online. Und online wie offline stellt sich für den Amateur-Spieler die Frage, welches Eröffnungsrepertoire er sich zusammenstellen soll. Diese Website bietet dazu eine Antwort für all die Spieler an, die sich für das Dickicht abseits der ausgetretenen Eröffnungspfade interessieren und Eröffnungen nicht auswendig lernen, sondern entdecken wollen: The Dark Knight System (TDKS), oder anders gesagt: 1. … Sc6 gegen fast alles. Die Übersichten und Studien sollen einen Einblick in die jeweiligen Stellungstypen geben, die Partiensammlung die Praxis des TDKS auf Amateurlevel aufzeigen.

Ein technischer Hinweis: Die Studien wurden auf Lichess erstellt und hier eingebettet. Es wird empfohlen, mit dem "Open"-Button rechts unten in jeder Studienansicht auf die zugehörige Lichess-Seite zu wechseln; dann stehen alle aktuellen (und zukünftigen) Studienfunktionen von Lichess incl. Computeranalyse direkt zur Verfügung. Derselbe Hinweis gilt auch für Beispielpartien, die auf Lichess gespielt und in diese Website eingebettet wurden.

Dr. Stefan Breuer

 

Arena Grand Master (FIDE) seit 2017

 

Online-Spieler auf Lichess (Username "Moritex")

 

News und Updates

Letzte Aktualisierung: 12.05.2018

 

18.02.2018   Relaunch abgeschlossen